Authorea – kollaborative Textverarbeitung und -repositorium für Wissenschaftler

Authorea_christian_heiseHeute habe ich die Plattform gewechselt, über die meine Doktorarbeit offen auf diesem Blog verfasst wird. Nach einigen Tests mit diversen Plattfomen und den Erfahrungen mit GoogleDocs und direkt in diesem (WordPress-)Blog (in dem ich bisher geschrieben habe und das keine ausreichenden Funktionen für wissenschaftliches Schreiben bietet) habe ich mich (entgegen der usprünglichen Planung) für Integration von Authorea in dieses Blogsystem entschieden.

Bei der Plattform handelt es sich um eine kollaborative Textverarbeitung und -repositorium für WissenschaftlerInnen. Der Online/LaTeX-Editor ermöglicht es strukturiert Text als Daten zu speichern.

LaTeX (gesprochen: Lah-tech) ist eine Art logisches Textsatzsystem, das für die Erstellung von wissenschaftlichen Texte besonders gut geeignet ist, da so plattform- und formatübergreifend geschrieben, die Texte mit Daten angereichert und beides publiziert werden kann. Nebenbei ermöglicht es so noch eine einfache Art des Quell-/Referenzmanagements.

Gegründet wurde Authorea im Juni 2012 von Nathan Jenkins und Alberto Pepe, zwei Post-Doc wissenschaftlern mit einer starken Affinität zu Open Science. Die Idee: Eine Plattform, die es ermöglicht kollaborativ wissenschaftliche Artikel im Web mit LaTeX oder Markdown in HTML5 verfassen zu können. Dazu eine robuste Versionskontrolle bei der jeder Artikel einen eigenen Newsfeed hat auf einem Git-Repository „sitzt“, sowie eine einfache Möglichkeit Bilder, Daten und Code hinzuzufügen.

Das „GitHub For Science„, wie Authorea auch genannt wird, befindet sich zwar noch irgendwie im Entwicklungsstadium, die wichtigsten Funktionen für meine Zwecke sind aber schon verfügbar.

I want to bring sexy back to science Alberto Pepe, Co-Founder of Authorea in an Interview

Mit ein bisschen Know-How von LaTeX oder Markup ist so sehr einfach und nutzerfreundlich (auch lange) Texte zu verfassen. Kommentarfunktion (die ich natürlich deaktiviert habe), umfangreiche Exportfunktionen so wie ein Revisionssystem mit dem man die Änderungen im Zeitverlauf verfolgen kann, runden das Paket ab. Authorea hat sich für mich bisher als beste und umgänglichste Lösung herausgestellt und wird (hoffentlich) der Dienst bleiben, auf dem ich meine Doktorarbeit offen zu Ende schreiben werde. Die jeweils aktuelle Version meiner Arbeit kann hier im Blog eingesehen werden.

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